Ausspähen von Daten, § 202a StGB

Das Ausspähen von Daten ist ein Vergehen, welches die Verfügungsbefugnis über Daten schützt.

Unerheblich ist, ob private oder geschäftliche Daten ausgespäht werden.

Folgende Taten werden von § 202a StGB umfasst:

  • Softwarediebstahl
  • Wirtschaftsverrat
  • Verschaffung von Unternehmensgeheimnissen

Die betroffenen Daten dürfen dabei nicht für den Täter bestimmt sein, sodass, eine zweckwidrige Verwendung der Daten, die aber für den Täter bestimmt waren, nicht von der Vorschrift erfasst werden. Denn vor allem muss die Unbefugtheit gegeben sein. Liegt aber eine Einwilligung vor, so ist die Tathandlung nicht mehr unbefugt.

Wurde die Einwilligung jedoch durch Täuschung des Einwilligenden erwirkt, so ist diese unbeachtlich und hat gerade keine rechtfertigende Wirkung.

Die Daten müssen vor einem unberechtigten Zugang besonders gesichert sein. Der unberechtigte Zugang zu den Daten muss durch die Sicherung ausgeschlossen oder in erheblicher Weise erschwert werden. Anweisungen, Kontrollmaßnahmen wie Videoüberwachung oder Verbote stellen eine solche besondere Sicherung nicht dar. Nicht erforderlich ist, dass eine bestimmte Höhe von Sicherheitsgrad erreicht wird.

Strafbar ist die Tathandlung der unbefugten Zugangsverschaffung. Im früheren Gesetzeswortlaut war es nämlich lediglich das Verschaffen von Daten. Der Tatbestand wurde damit erweitert, um auch das Hacking zu erfassen. Das Verschaffen von Daten kann erfolgen durch Kopieren von Disketten, durch die bloße Kenntnisnahme von Daten oder durch die Infiltrierung des Systems mit Trojanern oder ähnlichen Viren.

Wichtig ist dabei, dass die gerade die Überwindung des Zugangssicherung gezielt zu dem Zugang führen soll.

 
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