Körperverletzung mit Todesfolge, § 227 StGB

§ 227 StGB ist ein erfolgsqualifiziertes Delikt, wodurch der Tod des Verletzten zumindest fahrlässig verursacht wurde.

§ 227 I StGB setzt einen Menschen als taugliches Tatobjekt voraus. Die Folge des Todes muss durch die Körperverletzung verursacht worden sein, es muss eine enge Beziehung zwischen Tat und der schweren Folge vorliegen, sog. tatbestandsspezifischer Gefahrenzusammenhang. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs liegt dieser vor, wenn der Todeserfolg unmittelbar durch die Verletzungshandlung herbeigeführt wird.

Zu beachten ist, dass auch das Verhalten des Opfers die Ursache für den späteren Tod sein kann. Dies sind vor allem die Fälle, in denen das Opfer versucht in Todesangst oder Panik zu fliehen.

Die Todesfolge muss nach § 18 StGB fahrlässig verursacht worden sein. Handelt der Täter doch vorsätzlich, scheidet § 227 StGB aus und die §§ 211 ff. StGB kommen in Betracht.

 
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