Die Sicherheitsverwahrung

Man hört den Begriff der Sicherungsverwahrung oft. Es heißt dann beispielsweise „lebenslange Freiheitsstrafe mit anschließender Sicherheitsverwahrung“.

Die Sicherheitsverwahrung ist eine freiheitsentziehende Maßregelung, bei der ein besonders gefährlicher Straftäter auch nach dem Ende seiner Haft in Gefangenschaft bleibt. Die Sicherheitsverwahrung ist somit nur am Ende der Haftstrafe möglich.

Durch die Sicherheitsverwahrung soll die Allgemeinheit vor dem Täter geschützt werden, sie ist als eine Präventiv-Maßnahme einzuordnen.

Sie kann bei erwachsenen Straftätern entweder bereits bei der Urteilssprechung angeordnet, im Urteil vorbehalten oder nachträglich angeordnet werden.

Bei jugendlichen Straftätern kann die Sicherungsverwahrung jedoch nur nachträglich angeordnet werden. Anders ist es schon bei Heranwachsenden, bei welchen eine solche sowohl im Urteil als auch nachträglich angeordnet werden kann (Zum Unterschied Jugendlicher und Heranwachsender hier).

 

Seit der Reform der Regelungen zur Sicherungsverwahrung im Jahre 2013 ist nun jedes Jahr zu prüfen, ob der Verwahrte noch gefährlich ist.

Durch die Reform sollte die Sicherungsverwahrung noch deutlicher vom eigentlichen Strafvollzug getrennt werden. Es bedarf einer deutlichen Unterscheidung der beiden Unterbringungen, Haft und Sicherungsverwahrung, sog. Abstandsgebot.

Damit wurde auch der Katalog der Straftaten reduziert, aus welchen eine Sicherungsverwahrung resultieren könnte. Den betroffenen Straftätern soll mehr therapeutische Hilfe zukommen, Ziel ist es die Anzahl der Sicherheitsverwahrten drastisch zu reduzieren.

Damit wird die Resozialisierung verfolgt und vom Wegsperren abgelassen. Doch das findet nicht jeder gut. Besonders Opfer jener Straftäter befürchten, dass diese weiterhin straffällig werden und neue Menschen zu Opfern machen.

 
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