Die Strafvollstreckung

Die Strafvollstreckung ist die Vollstreckung des im Strafprozess ergangenen Urteils. Damit umfasst das Strafvollstreckungsrecht die Durchsetzung der Strafe durch staatliche Organe.

Diese ist vom Strafvollzug zu unterscheiden und geht doch Hand in Hand mit dieser. Zur Strafvollstreckung gehören neben den Ladungen zum Strafantritt, der Erlass eines Vollstreckungshaftbefehls und die Aussetzung der Strafe zur Bewährung, etc. Zum Strafvollzug dagegen gehören alle Maßnahmen, denen der Gefangene während seiner Freiheitsstrafe unterworfen ist.

Das Strafvollstreckungsrecht ist in den §§ 449 ff. StPO nur lückenhaft geregelt, weshalb die Bundesländer sich auf einen gemeinsamen Text der Strafvollstreckungsordnung geeinigt haben. Damit ist das Strafvollstreckungsrecht durch einheitliches Landesrecht geregelt. Es ist nicht zwingend, jedoch ist es in der Praxis unanfechtbar und wird ohne Zweifel angewandt.

 

Wichtige Figur des Strafvollstreckungsrechts ist der Strafgefangene.

Strafgefangene sind die Personen, die eine Haft-/Freiheitsstrafe wegen einer gesetzlich geahndeten Straftat in Haft verbüßen.

Während des Vollzugs haben Strafgefangene verschiedene Rechte und Pflichten.

Zwar sind Strafgefangene in ihren Grundrechten verletzt (z.B. Art. 5 I 3 GG Pressefreiheit) und müssen sich der Hausordnung des jeweiligen Gefängnisses unterordnen, die zugewiesene Arbeit verrichten.

Dennoch zählen mitunter zu ihren Rechten die Möglichkeit des Briefverkehrs und Besuchen. Auch das Recht die körperlichen Grundbedürfnisse zu befriedigen und sich täglich im Freien zu bewegen gehören zu den Rechten eines Strafgefangenen. Das Minimum an Rechten orientiert sich an den Menschenrechten.

 
PINKVOSS DAHLMANN & PARTNER | Photos by www.steur.de | Design und Webservice by bense.com | Impressum | Datenschutzerklärung | Sitemap | Suche